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Luftballons für die Menschenrechte am Ostendorfer Gymnasium

Luftballons für MenschenrechteAm 10. Dezember stiegen Luftballons auf, die die 31 verschiedenen Rechte der UN-Menschenrechtscharta in die Welt trugen.


Als UNESCO-Projektschule, in der die Ziele der UNESCO eine große Rolle spielen, beteiligte sich das OG am Amnesty-Briefmarathon. Seit einigen Jahren unternimmt Amnesty International diese Aktion zur Unterstützung politischer Häftlinge weltweit: Heuer sind es unter anderem unschuldig Inhaftierte im Kongo, in Myanmar, El Salvador und im Iran, an deren Regierungen Briefe mit der Forderung zur Freilassung geschrieben werden. Neben moralischer Unterstützung für die Inhaftierten ist es im letzten Jahr tatsächlich gelungen, dass der zur Todesstrafe verurteilte Moses Akatugba in Nigeria freigelassen wurde! Er war vor zehn Jahren als 16-Jähriger verhaftet worden und hatte nach schwerster Folter zwei vorgefertigte Geständnisse unterschrieben, nach denen er Handys gestohlen haben soll. Die deshalb schon verhängte Todesstrafe wurde unter dem weltweiten Druck auf das Regime aufgehoben und Akatugba kam 2015 frei.

 

In vielen Klassen des OG wurden auch heuer rund um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, Briefe geschrieben und über die vorgestellten Fälle diskutiert. Zusätzlich fand eine Veranstaltung in der Aula statt: Schüler einer zehnten Klasse hatten mit ihrem Sozialkundelehrer Sebastian Vonbrunn die 31 Artikel der UN-Menschenrechtscharta besprochen, diese wurden anschließend auf Kärtchen geschrieben, die an Luftballons befestigt wurden. Nachdem alle Artikel in der Aula verlesen worden waren, wanderten Vertreter jeder Klasse, die zwei Verbindungslehrer und die Schulleiterin ins Freie, um die Luftballons steigen und somit die Menschenrechte fliegen zu lassen. Die UNESCO-Gruppe der Schule unter Leitung von Michaela Kronwinkler hatte einen Infostand gestaltet und aufgebaut.

 

Viele Schüler und Schülerinnen reagierten sehr betroffen auf die besprochenen Fälle und haben deshalb Briefe an die Regierungen geschrieben, in denen Freilassung gefordert wurde. Amnesty wird diese Briefe weiterleiten. Wir hoffen alle, dass auch heuer unsere Briefe etwas bewirken!

 

Michaela Kronwinkler
UNESCO-Schulkoordinatorin