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11. Internationaler UNESCO – Projekttag: Verschiedene Projekte an der Ludmilla-Realschule

ProjekttagAm 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl in der Ukraine eine Nuklearkatastrophe, an deren Folgen die Menschen in Europa auch 30 Jahre danach immer noch leiden und weiterhin leiden werden. Dieses denkwürdige Datum nahm die UNESCO zum Anlass, einen internationalen Projekttag für alle UNESCO-Projektschulen einzuführen, welcher seit 1996 im Rhythmus von zwei Jahren am 26. April abgehalten wird.


Alle Jahrgangsstufen der Ludmilla-Realschule beteiligten sich an diesem Projekttag und organisierten mit ihren Klassenleitern unterschiedliche Veranstaltungen, bei denen sich die Schüler mit Themen der UNESCO-Leitlinien beschäftigten wie Menschenrechte, Demokratie, Weltkultur- und Weltnaturerbe, interkulturelles Lernen und Zusammenleben in Vielfalt.


Neben dem Besuch des Weltkulturerbes Regensburg mit Stadtführung erkundeten Schulklassen den Bogenberg mit dem Kreismuseum und die frei fließende Donau. Schüler der sechsten, siebten und neunten Jahrgangsstufen fuhren in das Kino nach Straubing, das eine unter der Regie von Hans Steinbichler inszenierte Literaturverfilmung von „Das Tagebuch der Anne Frank" zeigte. Im Vorfeld wurde im Unterricht die Thematik der Judenverfolgung im Dritten Reich und die Geschichte von Anne Frank vorbereitet. Diese starb Anfang März 1945 in einem Konzentrationslager. Die Lebensgeschichte von Anne Frank erinnert an unsere Geschichte und fördert die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus, Rassismus und der Diskriminierung; sie betont zudem die Bedeutung von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie.


Die Klasse 9c führte das Planspiel „Next Level Europe" durch. Nachdem sich diese Klasse während ihrer Projektpräsentation mit dem Thema „Europas Verantwortung gegenüber Syrien und dem Irak hinsichtlich der Flüchtlingswelle" befasst hatte, tauchte sie in einem ausgetüftelten Rollenspiel der Europäischen Kommission in die schwierige Problematik der Politik ein. Hierbei schlüpften Schüler in Ministerrollen mit den landestypischen politischen Zielen und lieferten sich in „Brüssel" einen heftigen Schlagabtausch bezüglich ihrer Interessen. Dabei erfuhren die Schüler, wie schwierig es sein muss, dass sich 28 Länder in der EU vereinigen.


Die Klasse 10a gestaltete diesen Vormittag mit unbegleiteten Flüchtlingen aus Bogen. Am Morgen holten die Schüler diese in ihrer Unterkunft ab und begleiteten sie zur Schule, wo andere im Klassenraum ein Frühstück vorbereitet hatten. Bereits auf dem Weg zur Schule wurden interessante Gespräche geführt: „Wie heißt du? Aus welchem Land kommst du? Wie bist du nach Deutschland gekommen? Wie viel hast du für deine Flucht bezahlt?" Nach dem Frühstück wurden mit einigen Flüchtlingen Gesellschaftsspiele durchgeführt, mit anderen in der Turnhalle Fußball bzw. Basketball gespielt. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und man war sich einig, wieder etwas gemeinsam zu unternehmen.

 

Das Bild zeigt: Schüler der Klasse 10a mit den unbegleiteten Flüchtlingen