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UNESCO-Projektreise Paris: Une expérience magnifique

Une expérience magnifique, eine wundervolle Erfahrung war nach der einhelligen Meinung aller Teilnehmer die 4tägige UNESCO-Projektreise nach Paris, die 15 Schülerinnen und Schüler des Maristen-Gymnasiums zusammen mit der UNESCO-Schulkoordinatorin Frau Schwoerer und Schulleiter Herrn Müller vom 14. – 17. Januar 2018 unternahmen. Selbstverständlich widmeten sich die Schüler dabei touristischen Highlights wie beispielsweise der Besteigung des Arc de Triomphe, einem ausgedehnten Spaziergang auf dem Pariser Prachtboulevard, der Champs-Élysées und wiederholten Besuchen des Eiffelturmes, der bei jeder Tageszeit und bei jeder Wetterlage ein Foto wert ist. Auch typische Pariser Stadtviertel wie das Quartier Latin und das Marais wurden „ergangen" oder die berühmte Kathedrale Notre-Dame besichtigt.

Im Vordergrund des Besuchs standen aber dezidiert eine weitere inhaltliche Vertiefung der im Vorfeld erarbeiteten Themenbeiträge zum „Europäischen Wettbewerb 2018", an dem die Schüler heuer teilnehmen und die fortgeführte Verbindung des Maristen-Gymnasiums, das ja seit 2015 den Titel einer „UNESCO-Projektschule" trägt, mit den Zielen der UNESCO.

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Einmal im Leben im Hauptquartier der UNESCO in Paris gewesen zu sein – das können wohl nicht viele Schüler auf der ganzen Welt von sich behaupten und so sind die Teilnehmer der Projektreise auch ganz besonders stolz darauf, die Arbeit dieser Organisation einmal hautnah miterlebt zu haben. Viele Emails waren im Vorfeld zwischen der Schule und der UNESCO hin und her gegangen, bis die Modalitäten des Besuchs geklärt waren und so war es am Montag, den 15. Januar 2018 endlich soweit. Begrüßt wurde die Further Gruppe von Frau Dr. Sigrid Niedermayer, die sich die Zeit nahm, sie durch das weitläufige Gebäude zu führen und den Schülern die Besonderheiten erklärte, beispielsweise die vielen wertvollen Kunstschätze, die der UNESCO von jedem Teilnehmerland geschenkt wurden als Beweis ihrer Wertschätzung. Ganz besonders interessant war es, in den Verhandlungssälen zu erfahren, wie internationale Diskussionen überhaupt organisiert sind, welche Schwierigkeiten, z.B. bezüglich der Sitzordnung, es schon vorher abzuklären gilt und die wichtige Rolle der vielen Übersetzer, die blitzschnell dazu in der Lage sein müssen, die feinsten Nuancen eines Satzes richtig in eine andere Sprache übertragen. Das gemeinsame Ziel, die Wahrung des Weltfriedens, stehe dabei über allem, so Frau Dr. Niedermayer, und regte die Schüler an, auch an ihrer UNESCO-Projektschule dieses Ziel weiterzuverfolgen.

 

Einer der Schwerpunkte, denen sich UNESCO-Projektschulen besonders widmen, ist die Wahrung des UNESCO-Weltkulturerbes, und dieses Thema stellt auch der „Europäische Wettbewerb 2018" mit der Fragestellung „Denk mal – worauf baut Europa?" in den Vordergrund. Schon seit September widmen sich deshalb die 15 Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Projektgruppe Paris verschiedenen Aufgaben in Bezug auf Paris. Und so wurden auch die Tage in Paris dazu genutzt, Wettbewerbsbeiträge an den „Originalschauplätzen" weiter auszuarbeiten, beispielsweise durch Umfragen am Place Igor Stravinsky nahe des Centre Pompidou oder Recherchen am Place Marcel Aymé oder an der „Ich liebe Dich Mauer" in Montmartre.

 

Die Reise bestand also insgesamt, wie ein gutes französisches Menü, aus mehreren gut aufeinander abgestimmten Gängen – als glanzvolles Dessert kann man zweifelsohne den gemeinsamen Besuch des ZDF-Hauptstadtstudios auf persönliche Einladung des Studioleiters Theo Koll bezeichnen. Dieses Studio ist nicht nur für Frankreich, sondern für ganz Südwesteuropa zuständig und so berichtet Theo Koll momentan auch sehr viel über die Unabhängigkeitsbewegung in Spanien.

 

Zu unser aller großer Überraschung nahm der renommierte Korrespondent selbst sich die Zeit, einen ganzen Vormittag lang von seiner langen Karriere zu berichten und beantwortete die Fragen unserer Schüler ausführlich und ernsthaft. Wie man Fernsehen attraktiver für eine jüngere Zielgruppe machen könne, wurde er beispielsweise gefragt, und die durchaus selbstkritische Antwort, nämlich dass hier für einen öffentlich-rechtlichen Sender wie das ZDF wohl Handlungsbedarf bestehe, beeindruckte viele der jungen Teilnehmer. Theo Koll erzählte den Schülern mit vielen Beispielen vom Alltag eines Auslandskorrespondenten und der praktischen Arbeit. So müsse man jederzeit auf alles gefasst sein und blitzschnell handeln, selbst wenn man gerade bei einer privaten Feier ist, denn aktuelle Ereignisse gehen natürlich vor.

 

Auch seinen persönlichen Werdegang stellte Theo Koll vor und ermunterte die Schüler dazu, selbst eine journalistische Karriere einzuschlagen. Sein eigener Traum war es immer, Auslandskorrespondent zu werden, obwohl er sich selbst sehr bewusst war, dass seine Englischkenntnisse nach dem Abitur vielleicht nicht überragend waren – was ihm natürlich Sympathiepunkte bei manchen Schülern einbrachte. Aber durch Praktika und Eigeninitiative perfektionierte er seine Sprachkenntnisse bald und war unter anderem im ZDF-Studio London tätig, ging aber auch für viele Jahre wieder nach Mainz zurück und wurde dort zum Redaktionsleiter des Politmagazins „Frontal 21".

 

In Paris genieße er vor allem die französische Kultur und die Tatsache, dass Franzosen eben etwas anders sind und eine ganz eigene Lebensart haben. Der neue französische Präsident Emmanuel Macron, eine ganz bemerkenswerte Persönlichkeit in seinen Augen, habe bereits viele wichtige Veränderungen erreicht und es sei unglaublich spannend, diese Entwicklung als Frankreichkorrespondent miterleben zu dürfen. Ganz besonders versuche er auch, so Theo Koll, der deutsch-französischen Freundschaft in seiner Berichterstattung Rechnung zu tragen; in diesem Zusammenhang verwies er auf die Tatsache, dass das Studio Paris von allen Auslandsstudios im letzten Jahr die größte Zahl an Sendeminuten produziert habe, was natürlich begründet ist in der historischen Verbindung zwischen den beiden Nachbarländern und dem damit verbundenen gegenseitigen Interesse.

 

Zum Abschluss des Besuches im ZDF-Hauptstadtstudio durften unsere Schüler sogar einen „eigenen" Beitrag für die heute-Nachrichten drehen, der sofort geschnitten wurde und quasi sendefähig war.

 

Die erste UNESCO-Projektreise des Maristen-Gymnasiums Furth war in den Worten der Schülerin Sandra Kluknavsky, 9c, „eine wirklich schöne Zeit, die uns bestimmt immer im Gedächtnis bleiben wird" und war hoffentlich nicht die letzte UNESCO-Projektreise, die an unserer Schule stattfinden wird!

sh