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Gegenbesuch aus Odorheiu-Austauschschülerinnen in Gröbenzell

Im Rahmen des Deutsch-Rumänischen Schüleraustausches, kamen im Januar 11 rumänische Austauschülerinnen für 10 Tage nach München.

Wir beschäftigten mit dem Thema Ausgrenzung, unter anderem mit Ausflügen wie z.B. nach Murnau ins Schloßmuseum wo wir uns mit dem Schriftsteller Ödön von Horváth befassten, der in der Zeit des Dritten Reiches lebte und kritische Literatur über den Nationalsozialismus schrieb.

NS-Dokumentationszentrum  Spiele in Possenhofen  Gruppenfoto Murnau 
NS-Dokumentationszentrum  Spiele in Possenhofen  Gruppenfoto Murnau


Wir besuchten auch das NS- Dokumentationszentrum in München. Wie es dort war, beschreibt wundervoll Greta Jantschek stellvertretend für uns alle so:

Im NS-Dokumentationszentrum wurden wir freundlich begrüßt, der Eintritt und die Führung waren kostenlos. Im Museum gab es Bilder und kleine Videos, jedoch keine Gegenstände aus dieser Zeit. Eine Frau hat uns durch das Museum geführt und zu einigen Bildern viel erklärt, mir war davon Vieles neu. Am interessantesten und auch erschreckendsten fand ich das Foto von einem Mann, einem Juden, der um den Hals ein Schild mit der Aufschrift: „ich werde mich nie wieder bei der Polizei beschweren" trug. Er lief zwischen bewaffneten Männern und Menschen die Straße runter, seine Hose hatte man ihm abgeschnitten und seine Schuhe abgenommen. Der Grund für die Strafe war, dass er als Anwalt einen Juden verteidigen wollte und natürlich weil er selber auch Jude war. Nachdem er die Straße hinuntergegangen war, wurde er auch noch verprügelt. An diesem Foto finde ich so erschreckend, dass ihn so viele Menschen gesehen haben, während er gedemütigt wurde und niemand etwas dagegen unternommen hat. Insgesamt fand ich den Museumbesuch sehr informativ und ich habe viel dazu gelernt über diese Zeit.

 

In unserer Freizeit sind wir für einen Tag nach Berwang, Tirol zum Rodeln gefahren oder wir haben den Austauschschülerinnen ein paar Münchner Attraktionen gezeigt wie z.B. den Alten Peter oder die Eisbachwelle. Wir waren auch für 3 Tage in einer Jugendherberge in Possenhofen, wo wir meist in kleinen Gruppen an verschiedenen Themen gearbeitet haben wie z.B. Ausgrenzung- Eingrenzung oder Wut/Toleranz. Ein Teil der Schüler erstellte dann darüber ein 10 minütiges Video.
In den Tagen nach der Jugendherberge haben wir das Buchheim Museum mit der ganzen 10.Klasse inklusive der rumänischen Gruppe besucht und waren auch noch einmal in der Stadt shoppen ("ganz wichtig") wo wir zur Überraschung aller die Eltern der rumänischen Schülerinnen im Hofbräuhaus trafen. Am letzten Tag sind wir bowlen gegangen und haben die Austauschschülerinnen danach zum Memminger Flughafen gebracht.
Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben unseren Gastschülerinnen einen vielseitigen und angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Unserer Meinung nach ist uns das auch gelungen außer dass wir uns meist auf Englisch und nicht wie eigentlich geplant auf Deutsch unterhalten konnten. Es war etwas anstrengend, aber es hat auch sehr viel Spaßgemacht!

David Gölz