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Jugendforum 2011 - „Ich esse was, was du nicht kriegst“ – Über den Tellerrand hinaus

„Ich esse was, was du nicht kriegst“ – Über den Tellerrand hinaus

DSCN2345Der Einfluss unseres enormen  Nahrungsmittelkonsums und der landwirtschaftlichen Produktionstechnik auf das Klima ist evident. Wir Menschen in den Industriestaaten verbrauchen in der Regel mehr Rohstoffe und Energie und erzeugen mehr Schadstoffe, als uns zusteht, wenn alle Menschen weltweit die gleichen Chancen haben sollen.


Mit unserem Kaufverhalten an der Ladentheke stellen wir alltäglich Weichen. Aus kulturhistorischer Sicht ist die Globalisierung von Essgewohnheiten ein altbekanntes Phänomen. Erst nach der Kolonisierung Amerikas wurde beispielsweise die Kartoffel in Europa zum Grundnahrungsmittel und nach der Kolonisierung Afrikas dort der Reis. Doch erst im 20. Jahrhundert wurden die Essgewohnheiten in den Industrieländern weitgehend losgelöst vom Angebot des eigenen Lebensraums. Die Lebensmittel stammen aus Anbaugebieten rund um den Globus, mit denen wir unabhängig von Klima und Jahreszeit zu Hause beliefert werden können. Noch vor 100 Jahren aßen die Menschen weltweit hauptsächlich Lebensmittel, die im Blickfeld ihres Kirchturms oder ihres Minaretts erzeugt wurden. Dementsprechend waren die Riten, Traditionen und Regeln, die sich mit dem Naturraum verflochten. Fast in allen Kulturen hat Nahrung eine enge Beziehung zum Göttlichen.


Die UNESCO-Projekt-Schulen stellen Fragen wie z.B.: Wo liegt unsere Verantwortung für den Schutz der Luft, des Bodens, des Wassers im Blick auf das Recht aller Menschen auf gesunde und ausreichende Ernährung? Tragen wir dafür Verantwortung?  Brauchen wir selbst andere Nahrung für unseren Körper, den Geist und die Seele? Wie gehen wir mit Nahrungsgrundlagen um? Welche spirituelle Nahrung brauchen wir? Geben wir geistige Nahrung weiter?
Im Rahmen des Jugendforums 2011 wurde in Arbeitsgruppen versucht,

 

  • einige der Fragen für unser tägliches Leben und unser Mensch-Sein insgesamt zu beantworten.
  • Begegnungen mit anderen Menschen  Gewinn bringend  zu erleben.
  • die Bedeutung  globaler  Zusammenhänge bei der Ernährung vertieft zu erfahren.
  • aus der Auseinandersetzung mit den Bedingungen für wertvolle Nahrungsmittel und dem Recht auf gesunde Ernährung   Handlungs- und Sozialkompetenz für die Gestaltung der eigenen Zukunft zu gewinnen.

 

Die Schülerinnen und Schüler konnten für die beiden Tage zwei unterschiedliche  Arbeitsgruppen wählen oder aber in einem zweitägigen Kurs zu einem Thema mit ihren Kollegen kooperieren.

 

Maria Kauczok

 

Infos zu den einzelnen Workshops finden Sie hier.

 

Fotos vom Jugendforum 2011 finden Sie in der Bildergalerie.

 

Finanziell unterstützt wurde das Jugendforum durch die Hermann Gutmann Stiftung, Nürnberg, vertreten durch die Vorstandsvorsitzende, Frau Dr. Angela Novotny.

 

Foto:S. Hofschlaeger / pixelio.de